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Herdenschutz in der Praxis


Gastbeitrag

Die liebe Claire betreibt einen Lebenshof in Graubünden und kennt sich sehr gut mit dem Thema Herdenschutz aus. Untenstehend teilt sie ihre Erfahrungen mit euch. Vielen Dank Claire!

Herdenschutz bedeutet ein Paket an Massnahmen zum Schutz der Herde vor Gefahren, im speziellem vor Raubtieren wie dem Wolf. Im Wesentlichen besteht Herdenschutz aus dem Einsatz von sogenannten Herdenschutzhunden (abgekürzt: HSH), wird aber ergänzt durch weitere Massnahmen, auf die ich später noch eingehen werde. Herdenschutzhunde werden mittlerweile zum Schutz für fast alle Herdentiere eingesetzt wie Schafe, Geissen, Rinder/Kühe etc. Ich werde hier alles am Beispiel von Schafen erklären. Man trainiert sowohl die Hunde als auch die Schafe zu einem gemeinsamen, konfliktfreien, friedlichen Leben miteinander mit der Idee, dass der Hund den nahenden Wolf erkennt, Alarm gibt durch Bellen und sich ihm stellt bzw. ihn angreift oder vertreibt. Ausserdem ist die Idee, dass die blosse Präsenz der Hunde (durch Reviermarkierungen mit Duftstoffen und Antwort auf Wolfsgeheul) bereits Wölfe davon abhält das Revier der HSH zu betreten.


Welche Rassen gibt es und woher stammen die?

Es gibt Gebiete in Europa, die schon längere Erfahrung mit dem Schutz der Herdentiere vor Raubtieren haben (vorallem in Osteuropa, Gebiete in Frankreich und Italien)... aus diesen Gebieten stammen die bei uns gängigen Hunderassen, die für Herdenschutz eingesetzt werden, wie z.B. Pyrenäenberghund (FR), Maremmanos (IT), Kangals (TUR) und einige mehr.


Wie funktioniert das im Alltag?

Oft gebärt die Mama die Welpen im Schafstall. Sie hat einen leicht abgeschirmten Bereich. Die Schafe können die Welpen sehen, riechen, hören und auch beschnuppern. Die Mama kann sich frei bewegen und die Welpen bleiben die ersten Wochen/Monate eher in der Box, die sie nur mit unserer Aufsicht verlassen, um sie vor ungewollten Verletzungen zu schützen...

Mit ca. einem Monat verlassen die Welpen während wir im Stall sind die Box, dürfen zwischen den Schafen rumwuseln und kommen zum Spielen und Fressen ins Freie.

Es bietet sich IMMER an Winterwürfe zu machen, damit die Kleinkindzeit im Stall stattfindet. Werden Welpen im Sommer geboren, so entfällt leider diese kostbare Zeit, in der die Welpen schon früh das Zusammenleben mit den Schafen kennenlernen.

Mit den ersten Wochen fangen wir direkt mit der Erziehung an. In den ersten 2 bis 3 Monaten stehen folgende Regeln im Vordergrund:

  • "Nein, heisst nein!"

  • Schafe und Lämmer sind keine Spielkameraden!

  • man darf mit Lämmern Mittagsschlaf machen, mehr nicht... nicht ablecken, nicht zum Spielen auffordern oder ähnliches

  • wir machen "Doktorspielchen" um spätere Tierarzt-Besuche angenehmer zu machen (Ohren-, Zähne-, Pfotenkontrolle....)

  • wir geben sehr viel Liebe


Werden die Welpen älter kommen neue Übungen hinzu, wobei "Nein, heisst nein!" ein ständiger Begleiter ist ;-). Man übt dann Sachen wie:

  • an der Leine laufen

  • in Autos ein- und aussteigen

  • Freilaufen

  • auf Kommando zurückkommen

  • auf Kommando zurück zu den Schafen gehen

  • etc.


Hat ein Wurf mehr als 3 Welpen, so bietet es sich an, ab dem 3. oder 4. Monat die Welpen in Gruppen aufzuteilen, um sie besser erziehen zu können. Eine "Horde" von 10 oder mehr wuselnden energiegeladenen Flummis ist ein völlig unkontrollierbares unerziehbares Chaos 😆

Ab diesem Alter ist auch die Mama froh, wenn nicht 10 oder mehr scharfzähnige Übermütige über sie herfallen und sie etwas mehr Ruhe hat.


In dem Alter gehen die Herdenschutzhunde meist auch zur besseren Eingewöhnung in ihr neuen Zuhause. Ist eine Herde noch nicht gewohnt mit einem HSH zusammenzuleben, so muss man ihnen die Chance geben sich daran zu gewöhnen und in bestimmten Schritten vorzugehen. Die Winterzeit ist hier sehr wertvoll. Ausserdem bilden sich auch Freundschaften zwischen den Hunden und manchen Schafen, die am besten in der räumlich engeren Stallzeit entstehen.


Welpen durchlaufen Kleinkind-, Kind-, und Pubertätsphasen. In jeder dieser Phase benötigt der Hund Führung, Erziehung und Verhaltenskorrektur, da ihnen einiges an Blödsinn einfällt, der auch verletzend sein kann... eine liebevolle, aber sehr konsequente Erziehung in den ersten 3 Jahren ist unbedingt wichtig. Kommt man dem nicht nach, so kann es zu Verletzten und Toten kommen. Es ist absolut wichtig das zu verstehen, um Spass mit Herdenschutz zu haben und Dramen zu vermeiden. Liebevolles KONSEQUENTES Erziehen!


Welche Behörden / Vereine unterstützen?

Bundesweit wird der Herdenschutz in der Schweiz durch Agridea unterstützt und organisiert. Agridea züchtet Hunde der Rasse Pyrenäenberghund und Maremmanos, bildet diese aus, absolviert Prüfungen (EBÜ) und bietet diese zur Vermittlung/Verkauf an.

Hat man geprüften Hunde von Agridea, so gilt eine Herde auch formal als geschützt (dies kann bei finanziellen Hilfen relevant sein) und man bekommt ggf. Förderungsgelder vom Bund. Um einen Agridea-Hund zu bekommen, muss man sich dort bewerben. Die Wartezeit kann mehrere Jahre betragen. Man kann sich den Hund nicht aussuchen, sondern bekommt einen zugewiesen.

Man kann auch Herdenschutzhunde anderer Rassen und ausserhalb des Agridea-Programms kaufen und kann mit diesen dann z.T. auch die EBÜ-Prüfung machen, um die formalen Vorteile zu haben.


Graubünden als Sonderfall

Graubünden stellt in der Schweiz bzgl. Herdenschutz eine Ausnahme dar. Dort ist der Wolfsdruck um einiges grösser als in der restlichen Schweiz. Die Wolfsdichte hier ist höher als in den amerikanischen und kanadischen Nationalparks. Es gibt (soweit ich weiss) momentan 12 Rudel mit wohl insgesamt über 100 Wölfen und jedes Jahr kommt neuer Nachwuchs dazu.

Konkret bedeutet das: es gibt durchaus des Öfteren Wolfssichtungen in (!) den Dörfern. Allein in unserem Dorf gibt es Sichtungen im Dorfkern, gute 10 Häuserreihen vom Dorfrand entfernt. Wir selbst hatten die Wölfe auch schon bis zu unserem Stall, dieser ist mittlerweile durchgehend durch Bauzäune ringsum gesichert und nur rund 200m vom Dorfspielplatz und dem Dorfrand entfernt. Wir hören im Winter (und manchmal auch im Sommer) Wolfsgeheul von nahen Rudeln (ist noch schön 😊), wir haben Wolfsrisse auf unseren Heimweiden und auf der Alp, jährlich und regelmässig. Mein Freund hat auch schon beim Zäunen von Heimweiden einen Wolf getroffen, auf der Berghütte waren mehrere Wölfe abends nach Dämmerung gut 20m von mir und meinem Liegestuhl entfernt. Im Nachbardorf gabs auch schon einen Riss im (!) Stall.

Diese schon eher extremen neuen Entwicklungen hat Graubünden dazu veranlasst mehr anzubieten als Ergänzung zu dem Programm vom Bund.


So werden in Graubünden auch andere Hunderassen, wie z.B. Kangals, und HSH, die nicht von Agridea kommen, unterstützt. Es gibt zusätzliche Prüfungs-, und Förderungsprogramme in Graubünden. Noch dazu stellt der Plantahof (landwirtschaftliches Ausbildungsinstitut in Landquart) ein Team aus Regionalberatern bereit. Sie können von allen Betrieben in Graubünden, die theoretische oder praktische Fragen zum Thema haben, gerufen werden. Von generellen Infos, über konkrete Unterstützung bei Stallumbau, Konfliktlösungen innerhalb der HSH-Rudel, ggü den Herdentieren oder ggü anderen Hunden. Diese Regionalberater kommen für denjenigen gratis vor Ort und helfen mit Beratung und konkreten Tipps zur Einführung und Erhalt des Herdenschutzes.


Ein Wolfsriss im Alltag

Ein Wolfsriss ist für alle ein sehr traumatisches Erlebnis. Ein Wolfsangriff hat selten ein einzelnes Opfer. In der Regel erlegt oder verletzt ein einzelner Wolf durchaus mal mehr als 10 Tiere. Ein Wolfsangriff durch mehrere Wölfe kann schnell mal 20 oder mehr tote oder bis zu schwerverletzten Tieren haben. Unser erster Wolfsangriff war durch einen einzelnen Wolf. Wir kamen morgens auf die Weide, fanden tote, aufgerissene Tiere, Tiere, die noch lebten, aber denen Gliedmassen oder Körperteile wie fussballgrosse Stücke Haut fehlten und der nackte Muskel sichtbar war. Man ist gezwungen eine Triage durchzuführen. Man muss also entscheiden, welches Tier gerettet und gepflegt werden kann und welches so schwer verletzt ist, dass sich ein Töten als die bessere Alternative anbietet. Ich rede hier bewusst von töten, da, je nachdem wo die Herde sich befindet, ein zeitnahes Eintreffen eines Tieraztes zum Einschläfern nicht gegeben ist. Wenn Tiere auf einer abgelegenen Alp sind und man sich auch in einem generell abgelegenen Gebiet befindet wo es im Umkreis von einer halben Stunde nur einen einzigen Tierarzt gibt, kann es Stunden oder einen Tag dauern bis ein Tierarzt erscheinen kann. Will man ein halblebendiges leidendes Tier nicht 5h oder länger auf eine Spritze warten lassen, sieht man sich unweigerlich in der Situation und Aufgabe, es selbst zu erlösen.

Das ist für uns alle eine schwere Aufgabe, ist nicht schön und ich hab schon die gestandensten Männer nach einem Wolfsangriff und dessen Anblick und den Aufräumarbeiten zusammenbrechen sehen.

Die Herde ist dann nach einem Angriff verständlicher Weise total verschreckt und panisch. Man muss die Herde dann auf eine andere Weide bringen. Hierzu setzen wir z.T. auf die Hilfe von Hütehunden. Nach unserem Wolfsangriff war die Herde so schreckhaft auf die Hütehunde und so panisch, dass es zu weiteren Unfällen kam... in dem Versuch die Herde zu lenken ist einer unserer Hunde eine 7m Stützmauer abgestürzt und frontal auf dem Asphalt gelandet... wir konnten ihn nicht mehr retten..

Die Kadaver der toten Schafe werden dann von der Wildhut untersucht, es werden Proben genommen und anhand von Speichelresten etc. ermittelt, ob das Raubtier des Angriffs ein Wolf war.

Manchmal müssen wir die Kadaver an Ort und Stelle liegen lassen, da die Wildhut in den darauffolgenden Nächten beobachten will ob der Wolf zurückkommt, welcher Wolf, wieviel Wölfe etc.

Manchmal wird ein (fast schon sofortiges) Entsorgen der Kadaver gefordert, vorallem, wenn diese im touristischen Gebiet liegen, um den Wanderern den Anblick zu ersparen. Die Bergung im steilen, abgelegenen Gelände kann durchaus schwierig sein. Oft wird hierfür extra ein Helikopter mit Transportnetz gerufen, damit die Kadaver ins Tal geflogen werden können.

Nach unserem Wolfsangriff war der Wolf am Tag danach am Mittag wieder bei unserer Herde. Er kam sogar auf uns zu. Alle Wölfe, die wir bisher persönlich in Nähe der Zivilisation getroffen haben waren nicht scheu, haben sich durch Schreien oder Klatschen nicht verunsichern oder vertreiben lassen. Es gibt auch Wölfe, die sich der Zivilisation fern halten. Diese stellen für mich auch kein Problem dar.


Weitere Ideen den Wolf fernzuhalten

Herdenschutz mit Hunden ist ein Versuch Wolfsangriffe zu vermeiden oder zumindest zu verringern. Weitere Ideen und Versuche sind z.B.

  • die Ausstattung aller Herdentiere mit Glocken. Hier ist die Idee, dass der Lärm der Glocken und das breite Halsband (Schutz vor einem Kehlbiss) helfen können

  • Lamas und Esel können auch den Wolf irritieren, da sie nicht das Fluchtverhalten von Schafen haben, sondern auf den Wolf zurennen und mit den Vorderfüssen versuchen den Wolf in die Flucht zu schlagen. Bei einem Rudel mit mehreren Wölfen oder bei einem misslungenen Erschrecken der Wölfe, ist dies auch keine Hilfe mehr und das Lama und der Esel kommen selbst in Gefahr.

  • Höhere Zäune, stärkerer Strom auf den Zäunen und Flatterbänder werden eingesetzt.

  • Ausserdem muss neuerdings beim Zäunen nicht nur darauf geachtet werden, dass Tiere nicht ausbrechen können, sondern dass niemand einbrechen kann. Also liegt sehr viel Augenmerk auf lückenlosem Zäunen auch auf unebenem steilem Gelände, und dem Zäunen oberhalb von Felswänden, Stützmauern und entlang von Flüssen, die bisher für die Herdentiere eine natürliche Barriere darstellten, jetzt aber gezäunt werden müssen, damit hier kein Wolf eindringen/einspringen kann.

  • Herden mit sehr viel Wolfspräsenz werden z.T. durch einen doppelten Ringzaun nachts geschützt. Man stellt also einen eher kleinen Nachtpferch, in dem die Schafe schlafen. Um diesen Pferch stellt man einen zweiten Ring, in dem die HSH sind, so haben die Schafe mehr Abstand zur eigentlichen Gefahr und bleiben ruhiger, und die HSH haben freie Laufbahn zum Verschrecken der Wölfe im Aussenring.


Wie ihr seht ist das in der Praxis kein leichtes Thema. Ich finde Wölfe toll und schön und die meisten verhalten sich unkritisch und nicht problematisch. Ich hab jedoch bereits selbst Erfahrungen mit manchen Wölfen gemacht, die ich als sehr problematisch empfinde.

Der Herdenschutz ist ein Versuch, die Berührungspunkte von Wolf und Herde zu minimieren. Und ich kann Euch sagen, ein Wolfsriss in der eigenen Herde ist ein heftiger Sch***.


Herdenschutz ist nicht rosarot

Doch, sorry, auch Herdenschutz ist nicht rosarot.

Herdenschutzhunde MÜSSEN gut erzogen werden... in ihren ersten 3 Jahren ist eine liebevolle, konsequente Erziehung unerlässlich. Die Hunde durchlaufen Phasen der Kindheit mit viel Spieltrieb, Phasen der Pubertät mit dem Wunsch nach Grenzerfahrung und Kräftemessen. Wird ein HSH in diesen Phasen nicht kompetent begleitet und erzogen, dann kann er permanent oder nur momentbezogen zur Gefahr für die Herdentiere selbst, für Menschen, Passanten und deren Hunde etc. werden. Es muss allen klar sein, wenn man sich für Herdenschutz entscheidet, dass es Konflikte geben kann und auch Verletzte und dass eine konstante Erziehung wichtig ist. Es ist unwahr zu glauben, man kauft sich einen HSH, der liebt Schafe und kuschelt mit denen und man muss ab dem Punkt nichts mehr tun. Betriebe, die das nicht verinnerlicht haben, haben z.T. mehr Verletzte durch ihre HSH als durch den Wolf, haben HSH die Haushunde anfallen, die ihren Halter nicht akzeptieren und daher auch keine Befehle oder Erziehung mehr zulassen.


Der Alltag mit einem HSH beinhaltet Konfliktlösung mit der Bevölkerung, man wird evtl angezeigt wegen zuviel Lärm durch das Bellen etc., wobei man seinen Hunden sagen kann, wann sie bellen sollen und wann nicht... das bedarf aber wiederum ihrer Erziehung.


Herdenschutz ist toll und kann funktionieren, er ist bestimmt das kleinere Übel im Vergleich zu einem Wolfsangriff, aber er kommt mit einem Preis. Und man sollte sich auch dessen bewusst sein.


Sollte sich jemand für Herdenschutz interessieren ist eine vollumfänglich Aufklärung über alle Pro und Kontras wichtig. Hier stehen wie gesagt Agridea und auch die Berater vom Plantahof in Graubünden zur Seite.


Des weiteren würde ich gern darüber aufklären, dass viele Züchter oder Zuchtverbände Methoden haben, die ich persönlich nicht unterstütze: Manche HSH, die in ihrer Entwicklung nicht das gewünschte Verhalten zeigen, werden eingeschläfert. Das passiert auch bei Hunden die gesund, nicht aggressiv und freundlich sind... die aber vielleicht sich zu weit von der Herde entfernen oder zu schreckhaft ggü dem Wolf sind. Wer sich Herdenschutz zu tut unterstützt das ggf. indirekt. Ich finde das ethisch sehr fragwürdig und bin dagegen.


Letzte Tipps

  • Erkundigt Euch konkret welche Methoden bei der Zucht eingesetzt werden und ob ihr das unterstützen wollt

  • lasst Euch beraten

  • lasst Euch konkret mit Handlungsbeispielen und Grundregeln kompetent Coachen wie ihr die ersten 3 Jahre (oder mehr) den Hund führen und erziehen könnt und sollt

  • Investiert in eine Hofkamera mit Live-Bild, Aufnahme und Mikrofon (!! MIKROFON WICHTIG)... diese ist zur Erziehung echt praktisch

  • führt die Herde und die Schutzhunde langsam (!) zusammen... getrennt durch ein Gatter bis alle sich mal kennengelernt haben

  • kauft ihr einen Hund, speziell einen älteren fragt konkret nach bisherigen Konflikten und Verletzungen, seinem Verhalten etc und lasst nicht nach bis ihr wirklich glaubhafte ehrliche Antworten bekommt. Fast jeder Hund (wenn nicht alle) hat schonmal ein Schaf, Lamm, Passantenhund, Nachbar's Katze, Maus etc in seiner Laufbahn wissentlich oder aus Versehen verletzt... oder er zernagt gern alles was in seiner Nähe an Inventar rumsteht... alle anderen Antworten sind mit hoher Wahrscheinlichkeit geflunkert

  • kauft nie zwei Hunde, wenn einer ein Welpe (Kindesalter) und der andere 1-3 Jahre (Pubertät) ist... sie haben ganz andere Erziehungsbedürfnisse und können im Gegenspiel enormes Chaos stiften

  • effektives Verhalten ist wichtiger und aussagekräftiger als irgendwelche bestanden Prüfungen

  • seid ihr mit Eurem HSH im Wolfsgebiet, so investiert in ein breites Schutzhalsband für Euren HSH, es bewahrt ihn hoffentlich vor einem Kehlbiss falls er mal mit einem Wolf alles bis aufs letzte ausdiskutieren muss (ich hoffe nie 🙏)

  • checkt Eure Zäune gut... keine Freiräume zum Boden, evtl. höher als 1m, starker Strom...

  • kümmert Euch nicht überstürzt um das Thema... seid ihr in einem Wolfsgebiet, dann wird es Zeit Euch mit dem Thema jetzt schon zu beschäftigen, auch wenn ihr erst in ein paar Jahren einen HSH kauft... seid ihr eher im städtischen Raum und bisher verschont von Wölfen, dann schafft Euch nicht "unnötig" Hunde an, da sie auch Eure Zeit brauchen und evtl Probleme machen, auf die ihr verzichten könnt. Erfolgreicher Herdenschutz (intern und extern) braucht Zeit um auf dem Hof zu entstehen. Hals über Kopf einen HSH nach einem Wolfsriss anzuschaffen, in Panik, ist eine der schlechtesten Ideen... die psychischen Belastungen durch den Wolfsangriff bei Mensch und Schaf erschweren die Ansiedlung der HSH in der Herde und eine ruhige stabile Erziehung.


Beherzigt ihr diese Punkte, so ist Herdenschutz auch in rosarot möglich.



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